Schnittgründe:
Der Schnitt der Rosen ist keine menschliche Erfindung, sondern orientiert sich an dem Vorbild der Natur. Viele Wildrosen mussten sich an Ihren Standorten dem Verbiß durch die Tierwelt in Ihrer langen Entwicklungsgeschichte anpassen. Dadurch kam es zu einer stetigen Verjüngung der Pflanze. Moderne Rosen haben die Neigung Ihrer Vorfahren übernommen und verlangen nach einem regelmäßigen Schnitt der in erster Linie die Lichtverhältnisse innerhalb der Pflanze verbessern soll. Bliebe dies aus, würde die Pflanze von unten heraus vergreisen. Ein weiterer Schnittgrund ist das artbedingte Absterben der jungen Triebe.

Schnittführung

Wenn diese Rosen zu breit und kräftig werden dann muss alles alte Holz entfernt werden. Die unverzweigten Jungtriebe bleiben stehen. Werden die Pflanzen unter und nicht zwischen die Fenster gepflanzt so werden die Langtriebe und die Blütenfülle gefördert.

Wachstumsgesetze:
Zum Schnittumfang lassen sich keine allgemeingültigen Faustregeln aufstellen, aber allgemein bewirkt ein starker Rückschnitt auch einen starken Neutrieb.

Schnittführung
Etwa 5mm über dem Auge (Triebknospe) wird der Trieb leicht schräg mit scharfer Schere glatt abgeschnitten. Keinesfalls dürfen Zapfen (Triebstummel) nach dem Schnitt stehenbleiben. Zeitpunkt: nach Ende des Winters. Späterer Rücksachnitt ist möglich, verzögert aber den Blühbeginn.

Frühjahrsschnitt:
Der Rückschnitt der Rosen erfolgt im Frühjahr, etwa zu Beginn der Forsythienblüte. Der Rosenfreund schneidet schneidet geschädigte, bräunliche Triebe entweder bis in das gesunde, innen weißliche Holz oder bis zur Ansatzstelle zurück. Dünne und schwache Triebe werden ebenfalls entfernt. Nach diesen Eingriffen erfolgt der eigentliche Frühjahrsschnitt, wobei die verschiedenen Rosenklassen unterschiedliche Ansprüche haben. Schnittgut wird beim Schneiden in der Hand gehalten, heruntergefallene Schnittabfälle werden aus den Beeten und Rabatten herausgeräumt. Dies hat nichts mit übertriebener Ordnungsliebe zu tun, sondern soll Pilzen und Krankheiten keinen zusätzlichen Nährboden verschaffen.
Herbstschnitt:
Entfernen Sie ältere Triebe so tief wie möglich und lassen Sie drei bis vier jüngere Triebe stehen. Nach dem ersten Blütenflor können Sie die Einzelblüten bzw. die Blütenstände bis auf das erste voll ausgebildete Laubblatt zurückschneiden.

Kletterrosen

Diese Rosen werden grundsätzlich gar nicht geschnitten.Ältere Pflanzen können nach der Frühjahrsblüte verjüngt werden durch einen sehr starken Schnitt.

Einmalblühenede Strauch- und Kletterrosen

Direkt nach dem Laubfall, vor dem Einsetzen des strengen Frostes können Edel- Beet- und Zwergrosen aus optischen Gründen auf halbe Höhe heruntergeschnitten werden. Altes, trockenes Holz kann schon völlig entfernt werden.

Beet- Zwerg- und Edelrosen

Diese arbeitssamen Flächenfärber bleiben ungeschnitten. Nach vier bis fünf Jahren werden Sie auf 20 bis 40 cm verjüngt.

Herbstschnitt

Flächenrosen